2024. Ein Haus von GRU*-Oberstleutnant Sergej Popov. Willkommen in die Zukunft!

2024. Ein Haus von GRU*-Oberstleutnant Sergej Popov. Willkommen in die Zukunft!

Vom 17. April bis zum  11. Mai 2015 wird es spannend in der Villa Berens! Zwei Wochen lang ist ein Zimmer des Hauses für die Besucher zugänglich. Sie können sich mit dem Lebensstil des russischen Offiziers bekannt machen, sich Fotos aus seinem militärischen Alltag in der Ukraine und in Militärlagern in Russland ansehen, seine Lieblingslieder hören.

GRU-Oberstleutnant Sergej Popov ist eine fiktive Person, die von der Idee der „Russischen Welt“, des Imperiums, der Weltherrschaft besessen ist, die Elite, die in den 2010er Jahren auf die russische politische Bühne kam. Diese fiktive Person entstand aus der Ausstellung BRATVA, kuratiert von Vasiliy Melnichenko. Das Projekt umfasst die Fotografien von russischen Journalisten Denis Abramov, Denis Tarasov, Aleksander Aksakov sowie die Texte von Victoria Ivleva, der Journalistin der Zeitung „Novaya Gazeta“.

BRATVA untersuchte den neuen politischen Persönlichkeitstyp, dessen Vertreter bei der Annexion der Krim nicht die letzte Rolle spielten, den Krieg in der Ukraine auslösten bzw. unterstützten, zur weiteren Aggressionseskalation bereit sind.

Ursprünglich war der Ausstellungsraum dem Büro eines Untersuchungsführers nachempfunden, in welchem die Ausstellungsinhalte in Kriminalakten mit Aufschriften “Kämpferlager im “Ural”, “Krim”, “Donbass” und “Slowjansk” präsentiert werden sollten. Geplant war, dass die Betrachter auf die den Akten beigelegten leeren Papierbögen ihre Urteile schreiben können, als ob sie selber Untersuchungsleiter oder Richter wären. Allerdings wurde die Ausstellung in Russland nicht gezeigt. Am Tag der Eröffnung wurde das Omsker Museum für zeitgenössische Kunst von den Polizei- und Geheimdienstkräften abgesperrt. Dem Rektor der Hochschule für Design, in deren Gebäude das Museum liegt, wurde mit Entlassung gedroht. Der Kurator der Ausstellung erklärte, dass er seine kuratorische Tätigkeit in Omsk einstellt.

Der Kurator Vasiliy Melnichenko hat diese Ausstellung in Lennestadt-Bilstein als Anti-Utopie zum Thema der “Russischen Welt” konzipiert.

 

Die Ausstellung

  • Öffnungszeiten: 17. April bis 11. Mai 2015, Mo. bis Sa. von 10 bis 18 Uhr – Eine telefonische Ankündigung wäre sinnvoll.
    Eintritt frei
  • Kontakt – Organisation: Yana Belskaya, Tel. 0157 85373307, E-Mail: ybelskaya33@gamil.com
  • Galerie: www.galerie-alter.de
    Klaus Alter, Knickweg 5, 57368 Lennestadt – Bilstein, Tel. 02721-81810, E-Mail: info@galerie-alter.de

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